Praxis Monika Siegel

 
 
 
 
 

Erfahrungen mit der Atemtherapie

Anbei folgt ein Tagebuchauszug einer begleiteten Atemtherapie mit dem intensiven, tiefen Atem.┬áDie Klientin hatte schon vor den Atemsitzungen einige Therapiestunden innerhalb von 3 Monaten.┬áDie geschilderten Erfahrungen sind einmalig und k├Ânnen deswegen nur als ein Beispiel dienen. W├Ârter k├Ânnen diesen inneren Erfahrungen nur nahe kommen, diese aber nicht vollkommen ausdr├╝cken.

Die Behandlung erfolgt in 2 Bl├Âcken a je 4 oder 5 Doppelstunden, um das ideale Loslassen und die verbindende Kraft des Atems zu erfahren:

1. Tranceatmung, Dauer Atemphase 15min: Die Atmung zu Beginn empfand ich als sehr schnell. W├Ąhrend des Atemprozesses ging irgendwann das Zeitgef├╝hl verloren. Nach der Atmung in der Phase mit Musik (Phase2), floss Energie durch mich, die meine Bewegungen veranlasste. (In meinem Kopf entstanden bei Beobachtung der Bewegung Gedanken wie Geburt und Geboren werden.) In Phase3 begleitet von Monika kam sehr viel Energie, vom liegenden Kopf aus gesehen, von oben. Ich hatte das Gef├╝hl, meine Sch├Ądeldecke w├Ąre nicht mehr da. Dann entstand in mir das Bild einer menschlichen Figur, ohne Details, schattenhaft aber hell. Das Bild war verbunden mit der Assotiation, alle Menschen sind heil in ihrem Inneren, was ich sehe ist der Kern aller Menschen. Dieses Heilsein ist unabh├Ąngig von Leben und Tod.

 

Danach im Alltag: Die Atmung hat mich innerlich sehr gelockert. Ich konnte das Bild, dass alle Menschen diesen heilen Kern in sich tragen, im Umgang mit anderen gegenw├Ąrtig haben.

2. Tranceatmung, Dauer Atemphase 20min: Von gestern wusste ich, dass das Atmen anstrengend ist, deshalb brauchte ich zu Beginn etwas ├ťberwindung. Dann ging alles aber leichter als am Tag zuvor. Ich bewegte die Beine sehr intensiv mit, um die Energie abzubauen, irgendwann waren die Beine m├╝de und dann konnte ich tats├Ąchlich langsamer in der Bewegung werden. 2.Phase, Energiefluss diesmal von den Bewegungen her weniger extrem als am Tag zuvor.┬áAber sehr viel Energie. 3.Phase, das Gef├╝hl "zu Hause" zu sein nach einer langen Reise, die bestimmt war vom Suchen, um dieses Gef├╝hl wieder zu finden. In mir entstand das Gef├╝hl, vor Erleichterung weinen zu wollen. Auf alle Menschen ├╝bertragen, dachte ich mir, das ist das, was jeden antreibt. Das ist das eigentliche Bed├╝rfnis hinter allen Aktivit├Ąten. Ich hatte das Gef├╝hl, in mein Inneres blicken zu k├Ânnen. Dort war eine r├Ąumliche Dunkelheit, sehr tief. Nur bei den Augen war es etwas heller. Nach einem Gef├╝hl v├Âlliger Entspannung, entstand ein Druck im Stirnbereich. Monika sagte, ich solle ihm nur wahrnehmen. Das entspannte mich und der Druck verwandelte sich in ein Energiefluss, von der Stirn in den Hinterkopf und bis in den Wirbels├Ąulenbereich. Dieser Energiefluss ist jetzt, nach 11 Stunden noch sp├╝rbar. Er gibt mir eine gewisse Distanz zum Allt├Ąglichen. Ich habe das Gef├╝hl mich entwickelt zu haben. Auch scheine ich die Umwelt wacher wahrzunehmen, z.B. die laue Abendluft erf├╝llt mich mit kindlicher Freude.

3.Tranceatmung: Die Anfangs├╝berwindung ist schon geringer gewesen. Die Atmung ging sehr schnell bis in das Becken hinein. Die Beine sorgten wieder f├╝r den Bewegungsausgleich, kamen aber auch irgendwann zur Ruhe. In der 2.Phase kam mir der Energiefluss viel ruhiger vor als die Tage zuvor aber sehr intensiv. In der 3.Phase entstand in mir zun├Ąchst das Gef├╝hl tiefer Dankbarkeit - erst Personen gegen├╝ber, die mich st├Ąndig herausfordern - dann ganz allgemein der schaffenden Kraft gegen├╝ber - eine grenzenlose Dankbarkeit. Monika sagte, ich sei jetzt ganz in meinem Herzen und das war genau richtig formuliert. Ich f├╝hlte den Kraftstrom auf H├Âhe meines Herzens flie├čen. Dann entspannte sich mein ganzer K├Ârper, meine Arme sanken zur Seite, meine Beine ┬á- liegend angewinkelt -, ├Âffneten die H├╝fte ganz weit. Das Gef├╝hl v├Âlliger Hingabe durch str├Âmte mich. In meinem Kopf wurde es warm, diese W├Ąrme konnte ich ├╝ber die Wirbels├Ąule bis ins Becken flie├čen f├╝hlen. Dann umkreiste meine K├Ârper Energie in einem Oval gegen den Uhrzeigersinn. Als dieser Energiefluss beendet war, lagen meine H├Ąnde auf dem Herzen und alles kam zur Ruhe.

Am Nachmittag ging die Arbeit mit den Kindern sehr selbstverst├Ąndlich. Es war nicht viel Energie n├Âtig, um unangemessenes Verhalten in die richtige Bahn zu lenken. Am Abend konnte ich es zulassen, dass die Teilnehmer sich in ihre eigenen Krisen begaben, ohne es als meine Aufgabe anzusehen, sie davor komplett zu bewahren...

4.Tranceatmung: Das Atmen f├Ąllt viel leichter, sogar der Schulterbereich hebt sich dazwischen als Bewegungsstromausgleich. Phase2 l├Ąuft ganz automatisch ab. Phase3 - diesmal mit Musik - ist bestimmt von dem Gef├╝hl, dass ich allen Menschen verzeihen kann und bitte, dass mir alle Menschen verzeihen m├Âgen. Dann ├╝berkommt mich das Gef├╝hl, dass ich meiner Mutter verzeihen kann, aus tiefsten Herzen, ich verstehe, dass sie mit den geistigen Energien nicht zurecht gekommen ist, wei├č zugleich, dass ihre Sensibilit├Ąt f├╝r mich sehr wertvoll ist. Dann der Energiestrom vor meinem K├Ârper als S├Ąule von Kopf ┬ábis Fu├č. Als Monika mich nach der Farbe fragt, kann ich ein Rosa sich entwickeln sehen. Dann richtet sich mein K├Ârper in den Meditationssitz auf und Monika fragt, was ich f├╝hle, ich entgegne "nichts". Monika sagt, ich solle das Nichts in mich aufnehmen. Das tue ich sehr intensiv, sod dass ich jetzt noch davon erf├╝llt bin. Es ist ein Gef├╝hl hinter meiner Stirn.

Heute im Alltag habe ich es immer wieder mal gemacht, einfach auf das "Nichts" umzuschalten. Dann bin ich ganz entspannt im Augenblick.

.5. Tranceatmung: Nach den Anfangsbewegungen ├╝ber die Beine verbindet sich das Ausatmen mit einem Ton, damit wird das Ausatmen m├╝helos. Irgendwann, w├Ąhrend des Prozesses erscheint mir mein ganzer K├Ârper wie ein einziges Atmungsorgan. Und von den unterschiedlichen Atemz├╝gen werden unterschiedliche Bereiche des K├Ârpers durchstr├Âmt. Wieder richtet sich der K├Ârper zum Meditationssitz auf, dehnt meine H├╝ften auf. In der 3. Phase entwickelt mein K├Ârper eine Asymmetrie. Rechtes Becken und rechte Schulter nach oben gedreht. Ich kann Monika sp├╝ren. Sie hilft mir weiter, als ich merke, dass etwas geschehen soll, ich aber keinen Zugang finde. Die Schulter habe ich mir vor vielen Jahren stark verletzt und habe schon l├Ąnger das Gef├╝hl, dass meine rechte Seite aufgrund des Schmerzes unorganisch ist, sich verkrampft hat. Monika ber├╝hrt mich und merkt, dass Becken und Schulter nicht richtig zusmmen spielen. Ich sp├╝re ein v├Âlliges Vertrauen und Dankbarkeit. Als sie vor meinem Kopf steht, habe ich den Eindruck, dass unsere Energien zusammenwirken. Als der Prozess abgeschlossen ist, speichere ich den neuen Zustand und danke.

┬áVegessen hatte ich noch die Verbindung mit den Ahnen, die durch das Verzeihen gegen├╝ber meiner Mutter m├Âglich wurde. Diese W├Ąrme auf den Schultern ist seitdem da und sie kann bis in die F├╝├če flie├čen.

Der n├Ąchste Morgen: Ich f├╝hle mich wieder verbunden mit meinem Lebensweg, so wie als junger Mensch, wenn man die Lebensintension noch in sich sp├╝rt. Tags├╝ber habe ich immer mal versucht den Atemrhythmus bei ganz normalen T├Ątigkeiten zu machen, weil ich mich danach gesehnt habe. Dadurch wurde ich auf eine angenehme Weise sehr wach und aufmerksam.